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„Mobile Only“ war gestern – drei wichtige Updates für die Entwicklung adaptiver Apps im Jahr 2025
Lesezeit: 2 Minuten
Goodbye Mobile Only, Hello Adaptive: Three essential updates from 2025 for building adaptive apps
2025 ist das Android-Ökosystem weit über das Smartphone hinausgewachsen. Entwickler haben heute die Möglichkeit, über 500 Millionen aktive Geräte zu erreichen, darunter faltbare Geräte, Tablets, XR-Geräte, Chromebooks und kompatible Fahrzeuge.
Es handelt sich dabei nicht nur um zusätzliche Bildschirme, sondern auch um eine wertvollere Zielgruppe. Nutzer, die sowohl ein Smartphone als auch ein Tablet besitzen, geben neunmal so viel für Apps und In‑App-Käufe aus wie Nutzer, die nur ein Smartphone haben. Bei Nutzern mit faltbaren Geräten steigt dieser durchschnittliche Betrag auf das 14-Fache*.
Diese Interaktion signalisiert eine notwendige Änderung in der Entwicklung: Goodbye mobile apps, hello adaptive apps.
Damit Sie sich auf diese Zukunft vorbereiten können, haben wir in diesem Jahr Tools veröffentlicht, mit denen adaptive Apps standardmäßig erstellt werden. Hier sind drei wichtige Updates für 2025, die Ihnen dabei helfen sollen, diese Funktionen zu entwickeln.
Standardisierung des adaptiven Verhaltens mit Android 16
Um diese Umstellung zu unterstützen, wurden in Android 16 wesentliche Änderungen daran vorgenommen, wie Apps die Ausrichtung und Größenänderung einschränken können. Auf Displays mit mindestens 600 dp werden Manifest- und Laufzeiteinschränkungen ignoriert. Apps können sich also nicht mehr auf eine bestimmte Ausrichtung oder Größe beschränken. Stattdessen füllen sie das gesamte Displayfenster aus, sodass Ihre Benutzeroberfläche nahtlos zwischen Hoch- und Querformat skaliert wird.
Da sich der App-Kontext dadurch häufiger ändert, ist es wichtig, dass Sie den UI-Status bei Konfigurationsänderungen beibehalten. In Android 16 gibt es eine vorübergehende Deaktivierungsoption, um Ihnen die Umstellung zu erleichtern. In Android 17 (SDK37) wird dieses Verhalten jedoch obligatorisch. Damit Ihre App unter diesen neuen Bedingungen wie erwartet funktioniert, können Sie den resizable Emulator in Android Studio verwenden, um adaptive Layouts zu testen.
Unterstützung von Bildschirmen, die über das Tablet hinausgehen, mit Jetpack WindowManager 1.5.0
Da sich Geräte weiterentwickeln, müssen sich auch unsere bestehenden Definitionen von „groß“ mit ihnen weiterentwickeln. Im Oktober haben wir Jetpack WindowManager 1.5.0 veröffentlicht, um die wachsende Zahl sehr großer Displays und Desktopumgebungen besser zu unterstützen.
Auf diesen Plattformen reicht das Standardlayout „Erweitert“, in das normalerweise zwei Bereiche passen, oft nicht aus. Auf einem 27‑Zoll-Monitor können zwei Bereiche gestreckt und spärlich aussehen, sodass wertvolle Bildschirmfläche ungenutzt bleibt. Um dieses Problem zu beheben, wurden in WindowManager 1.5.0 zwei neue Fenstergrößenklassen für die Breite eingeführt: „Large“ (1.200 dp bis 1.600 dp) und „Extra-large“ (1.600 dp+).
Diese neuen Breakpoints geben an, wann zu Benutzeroberflächen mit hoher Dichte gewechselt werden soll. Anstatt eine typische Listenansicht zu dehnen, können Sie die Breite nutzen, um drei oder sogar vier Bereiche gleichzeitig anzuzeigen. Stellen Sie sich einen E-Mail-Client vor, in dem Ihre Ordner, die Posteingangsliste, die geöffnete Nachricht und eine Kalender-Seitenleiste in einer einzigen Ansicht angezeigt werden. Die Unterstützung für diese Fenstergrößenklassen wurde in der Version 1.2 zu Compose Material 3 – Adaptive hinzugefügt.
User Journeys mit Jetpack Navigation 3 neu gestalten
Für die Entwicklung einer Benutzeroberfläche, die sich von einem einzelnen Smartphone-Display in ein Tablet-Layout mit mehreren Bereichen verwandelt, war bisher ein komplexes Statusmanagement erforderlich. Das bedeutete oft, dass ein Navigationsdiagramm, das für einzelne Ziele entwickelt wurde, gleichzeitig mehrere Ansichten verarbeiten musste. Jetpack Navigation 3 wurde erstmals auf der I/O 2025 angekündigt und ist jetzt stabil. Es bietet einen neuen Ansatz für die Verarbeitung von Nutzeraktionen in adaptiven Apps.
Nav3 wurde für Compose entwickelt und löst sich von der monolithischen Diagrammstruktur. Stattdessen werden entkoppelte Bausteine bereitgestellt, mit denen Sie die vollständige Kontrolle über Ihren Backstack und Ihren Status haben. So wird das Problem der Single Source of Truth gelöst, das bei Layouts mit geteiltem Bildschirm häufig auftritt. Da Nav3 die Scenes API verwendet, können Sie mehrere Bereiche gleichzeitig anzeigen, ohne in Konflikt stehende Backstacks verwalten zu müssen. Das vereinfacht den Übergang zwischen der kompakten und der maximierten Ansicht.
Eine Grundlage für eine adaptive Zukunft
Dieses Jahr haben wir Ihnen die Tools zur Verfügung gestellt, die Sie benötigen, von der Optimierung für weitläufige Layouts bis hin zu den detaillierten Steuerelementen von WindowManager und Navigation 3. Mit Android 16 wurde der Übergang zu einer wirklich flexiblen Benutzeroberfläche eingeleitet. Im nächsten Jahr werden Updates folgen, die für eine hervorragende adaptive Nutzung auf allen Formfaktoren sorgen. Weitere Informationen zu den Grundsätzen der adaptiven Entwicklung und zum Einstieg finden Sie unter d.android.com/adaptive-apps.
Die Tools sind bereit und die Nutzer warten. Wir sind schon gespannt, was Sie damit alles anstellen werden.
*Quelle: interne Daten von Google
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